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Am
Randbereich des weisskrainer Karstgleichers öffnen sich östlich des
Dorfes Božakovo die interessanten Karsthöhlen Zdenc und Vidovec. Der Bachversickert
an der Randzone des Karstgleichers in die karstige Unterwelt. Was zurilckbleibt
ist ein gut sichtbares Trockental. Folgt man ihm, so führt das Trockental
zur Höhle Vidovec, wo der Bach erneut an die Oberflache ausquellt und von
hieraus der Oberfläche entlang zum naheliegenden tief eingekerbten Tal des
Flusses Kolpa abfliest.
Božakovo streckt sich
bildreich entlang des Flusses, in dessen Flussterassenwand er tief in das Tal
die hohe Magdalener Wandung eingekerbt hat. Im Dorf selbst sollte man auf jeden
Fall die Kirche der heiligen Magdalena, der in Schriftquellen schon im Jahr 1334
erwähnt wurde besichtigen. Sehenswert ist allerdings auch die Kapelle Marienhelfcrin
die sich am Rande der Strasse unmittelbar vor dem Dorf befindet. Eine Besonderheit
des Dorfes ist das Nachbarweinberghäuschen, wo sich die Dorfwinzer abends
treffen um zusammen ihren selbstgemachten Wein, nach dem Motto "auf die andere
Hälfte" zu trinken. Dieser Spruch soll bedeuten: es wird 1l getrunken und
im Herbst kommen 1,5l zuüuck. Wer mitmachen möchte muß einen
Mitgliedsbeitrag von 10l Most kurz vor "Martinstag" zahlen. Der Wein wird vom
Dorfweinbauer brav gehütet und an Dorfbesucher verkauft.

kapelica Marije
pomočnice |
Die Quellhöhle Zdenc
zeigt wie fest die Gebundenheit des Menschcn an Karstquellen,
in der Tat, ist Die kleine Quelle die aus der Höhle unter dem Dorf enrinnt wurde
von den Einheimischen erfasst und wird als Trinkquelle und Viehtränke
genutzt. Hinter dem ummauerten Eingang befindet sich dann die 78 m lange
Quellhöhle, dessen Erscheinungsbild vermutlich durch den unterirdischen
Nebenfluss des Baches Vidovec entstanden ist. Die unterirdischen Höhlengänge
sind zu anfangs sehr grosszügig werden, aber in der Weiterführung
immer schmäler. Im Endteil der Höhle, hinter einer künstlichen
Trennmauer, sammelt sich das Wasser, welches dann durch Rohre zum Eingang
zurückgeleitet wird. Die Höhlenwande sind nur teilweise mit Sinter überzogen.
Nur im Abschlussteil tritt eine halbrunde Sinterkuppe aus.
Die Höhle Vidovec ist mit 270 Metern
die längste aller weiss-krainer Höhlen. Den Eingang kennzeichnet
eine felsige Halbhöhle, hinter welcher sich ein geräumiger Eingangssaal
befindet. Der unterirdische Raum führt weiter in einen engen Wassergang
der durch einen Siphon abgeschlossen wird. Die Erosions wandungen sind
nur im Eingangsbereich etwas starker mit Sinter überzogen. Den Boden
der Höhle bedeckt haupsächlichangeschwemmter Lehmboden. Dies
ermöglicht eine Besichtungung der Höhle ohne spezielle Ausrüstung.
Im unterirdischen Wasser finden wegen den reich hinzugesetzten organischen
Substanzen, vorallem Oberflächen und weniger unterirdisch angepasste
Tiere ihren Wohnraum.

pisani močerad
(Salamandra
salamandra) |
Zu den Besichtigungsorten
führt aus dem Dorfzentrum zu den Höhlen Zdenc und Vidovec, dann
weiter zum Bach Vidovec bis zum Fluß Kolpa und dann von dort aus,
an der Magdalener Wandung entlang zurück ins Dorf. Ein Besuch der
Höhlen ist nur in Begleitung eines Höhlenführers möglich.
Informationen hierzu bekommen Sie im Dorf Božakovo.
(Vir: zgibanka Kraški jami Zdenc in Vidovec, Zavod za varstvo naravne in kulturne
dediščine Novo mesto, Uprava RS za varstvo narave, 2000) |
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